Mensa HU Nord

Beim Studentenwerk summt es...

Produkte aus ökologischem Anbau, Bio-Essen, vegetarische und sogar vegane Speisen - für dieses breite kulinarische Angebot steht die Mensa HU Nord. Täglich werden hier 3500 Studenten und Gäste verköstigt. Das ehemalige Waschhaus der Charite ist eines der wenigen erhaltenen Bauten des Architekten Martin Gropius und bietet nun auch den Bienen eine komfortable Unterkunft. Vier Honigbienenvölker sind auf das begrünte Dach neben schon bestehende Fledermaus- und Vogelnistkästen gezogen. Die Bienenstöcke können montags bis freitags in der Zeit von 10-18 Uhr im 1. OG durch ein Fenster besichtigt werden. Jeden Mittwoch steht Imker Hans Oberländer um 12 Uhr Rede und Antwort. Der von den Mensabienen erzeugte Honig kann an den Mensakassen erworben werden. Zu besichtigen ist außerdem das Insekten-Nisthilfe im Garten der Mensa, eine kunstvolle Behausung für viele Wildbienenarten.

Adresse:
Hannoversche Straße 7
10115 Berlin

Link zur Website

Anzahl der Bienenstöcke: 4

Zugang: Die Bienenstöcke können montags bis freitags in der Zeit von 10-18 Uhr im 1.OG durch ein Fenster besichtigt werden. Imker Hans Oberländer steht jeden Mittwoch um 12 Uhr Rede und Antwort.

Ein Kurzbericht über die ersten zwei Jahre Imkern auf dem Mensadach findet sich hier (3 MB).

Insektenhotel mit Symbolcharakter

Am 19. Juni 2011 errichtete das Berlin summt!-Team anlässlich des "Langen Tags der Stadtnatur" eine große Insekten-Nisthilfe gegenüber dem Mensa-Café. Am Grünstreifen hinter der Mensa HU Nord in Berlin-Mitte schlendern täglich 3.500 Studierende und Lehrende zur Mittagszeit entlang, um eine Pause einzulegen. Ab sofort können sie dabei den Wildbienen und anderen Insekten bei ihrem Treiben zusehen.

Es handelt sich um eine Nisthilfe, die auf ästhetische Weise symbolhaft Honig- und Wildbienen verbindet. Dem Tischlermeister Heiko Gras, Werkstatt für Objektplanung, sei Dank für seine schöne Konzeption. Jetzt können Interessierte nicht nur mit dem Mensaleiter (und Hobbyimker) Hans Oberländer zu seinen Honigbienen auf's Mensadach steigen, sondern auch am Boden Wildbienen bestaunen. Inzwischen begeistert sich das gesamte Studentenwerk für Bienen und freut sich an der neuen NaturKunst am Bau.

Besuch von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner
Ilse Aigner

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner besuchte am 4. Juni 2013 die HU Mensa Nord und ließ sich von Hans Oberländer und Cornelis Hemmer auch die Honigbienen auf dem Dach und die Wildbienennisthilfe im Mensagarten zeigen. © Rolf Schulten

Führungen am Langen Tag der StadtNatur
Führung mit Ramona Pop

Seit 2012 finden am Langen Tag der StadtNatur Führungen zu den Bienen der Mensa HU Nord statt: Mensaleiter Hans Oberländer zeigt den Natur-Interessierten seine Honigbienenvölker auf dem Dach der Mensa und bietet den dort produzierten Honig an. Ein Mitarbeiter der Stiftung für Mensch und Umwelt erläutert im Garten der Mensa an der dort aufgestellten großen Nisthilfe die Lebensweisen und Bedürfnisse der Wildbienen. Die Führungen stoßen regelmäßig auf großes Interesse. Am Langen Tag der StadtNatur 2016 finden die Führungen am Sonntag, 19. Juni, um 13:00 und um 14:30 Uhr statt.
An einer der Führungen im Juni 2015 nahm auch Ramona Pop, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus, teil (Bildmitte, mit schwarzer Jacke).

"Berlin summt!"-Honig für die Teilnehmer der Summer School an der Uni Potsdam
Christoph Senft

Christoph Senft erhält den heißbegehrten Berlin summt!-Honig vom Mensaleiter Hans Oberländer. Er unterstützt gerne die Summer School von Studierenden der Universität Potsdam vom 2.-6. September 2013 zum Thema "Just Politics? Postcolonial Ecocriticism between Occupation and Imagination". Dazu werden 60-80 internationale Studierende, Doktoranden und Dozenten zu aktuellen ökologischen und ökonomischen Fragestellungen aus kulturwissenschaftlicher Perspektive diskutieren. Es wird also um Nachhaltigkeit, Wachstumsgrenzen, ökologisches Handeln etc. gehen. "Der von der Mensa HU Nord des Studentenwerks Berlin produzierte Honig ist ein wunderbares Beispiel, wie einfach Nachhaltigkeit sein kann", sagt Christoph Senft.

Interview
Hans Oberländer
Hans Oberländer, Mensaleiter, Imker am Standort Mensa HU Nord

Was bedeutet Ihnen die Stadtimkerei?

Imkern ist ein interessantes Hobby, was viele gar nicht in der Stadt vermuten. Das Schöne an dieser Beschäftigung ist, dass es was zu naschen gibt und man ganz nebenbei auch noch etwas für die Umwelt tut.

Warum machen Sie bei Berlin summt! mit?

Weil durch dieses Projekt das begrünte Dach der Mensa Nord seine verdiente Aufmerksamkeit bekommt. Mein Hobby, die Imkerei, und mein Beruf Koch werden dadurch wunderbar miteinander verbunden. Weil dem Gast der Mensa Nord die Honigbiene näher gebracht wird und er am Ende durch den Kauf des Honigs sogar einen Beitrag zum Erhalt der Pflanzenvielfalt in seiner Stadt Berlin leistet.

Was verbinden Sie mit Ihrem Standort?

Seit 1997 arbeite ich als Mensaleiter in der Mensa. Die Mensa bekam nach ihrem Umzug in die Hannoversche Straße ein begrüntes Dach, wurde energetisch voll saniert, hat schon Fledermaus- und Vogelkästen auf dem Dach und wir bieten neben einem regelmäßigen Bioessen auch Bio- und "fair trade"-Kaffee an. Die Bienen auf dem Dach sind eine schöne Ergänzung unserer Bemühungen, etwas für die Artenvielfalt zu tun.

Thomas Gottschalk und Giovanni di Lorenzo besuchen die Bienen auf dem Mensadach

Das Foto entstand am 15. Mai 2012 im Rahmen der ZEIT Campus-Veranstaltung in der Mensa HU Nord. Es gelang uns, beide Promis auf das Dach zu den Honigbienen zu locken. Sie hatten riesigen Spaß, waren interessiert und freuten sich über das Glas Blütenhonig, das ihnen Mensaleiter und Imker Hans Oberländer überreichte.

Auf dem Foto sind zu sehen (von links nach rechts): Cornelis Hemmer (Initiator von Berlin summt!), Giovanni di Lorenzo (Die Zeit), Hans Oberländer (Mensaleiter und Imker), Thomas Gottschalk (Fernseh-Moderator) und Petra Mai-Hartung (Geschäftsführerin des Berliner Studentenwerkes).

Kontakt

Dr. Corinna Hölzer, Cornelis Hemmer
Hermannstr. 29, 14163 Berlin-Zehlendorf
Tel.: 030. 394 064 310
Fax: 030. 394 064 329